Zugegeben, ich habe schon über längere Zeit Interesse an diesem Buch gehabt, jedoch war ich auch skeptisch. Was mich irritierte war der Titel. Aus meiner Sicht ist der Titel nur so gewählt dass er modisch wirkt. “MINDFUCK” mag modern und unkonventionell klingen, doch die Erwartungen am Inhalt waren nicht so groß. MINDFUCK hat ja irgendwie jeder. Einer mehr der andere weniger, aber es gehört zum Leben, meinte ich.

Den inneren Kritiker, wer kennt den nicht. Das ist derjenige der uns mahnt, warnt, abwertet, druck macht. Das war mir klar. Dass der innere Wächter (so wie ihn die Autorin Petra Bock nennt) derjenige ist der uns manipuliert, war mir aber erst durch dieses Buch klar geworden. Aus dem Grund MINDFUCK: “To fuck with somebody’s mind”, was in der englischen Umgangssprache, laut Autorin, “jemanden sehr unschön zu manipulieren”, heißt.

Wenn man zu sich selbst ehrlich ist, dann wird man es auch erkennen. Wie oft sind schon die Sachen auf  halber Strecke stecken geblieben, oder gar nicht realisiert geworden, nur weil uns unser innerer Wächter, der das längst veraltete Wertesystem repräsentiert, einen “gut” gemeinten Rat gegeben hat? Wenn Sie mich fragen, würde ich sagen, viel zu oft. Die Autorin bietet gute Ansätze sich selbst eine neue Ausrichtung zu geben. Am verblüffendsten war aber für mich wenn ich dem inneren Wächter zum stillschweigen gebracht habe. Es entsteht eine Stille, ja sogar freier Raum, der zu füllen ist. Es gibt definitiv manchmal auch lange Passagen, die vielleicht Langweilig wirken können. Das Buch hat definitiv Potenzial und nach meiner Meinung nicht nur im Coaching Bereich.

Das Buch “Mindfuck: Warum wir uns selbst sabotieren und was wir dagegen tun können” is zu kaufen als gebundene Auflage und Kindle edition.